Literatur und Gegenwart, Greiner (Zeit) gegen Kämmerling (FAZ)
Joachim Bartholomae
Warum findet man so wenig Gegenwart in der deutschen Gegenwartsliteratur? Am 30. Januar griff Richard Kämmerlings in der FAZ ein Thema auf, das auch für „Schwule Literatur“ von Interesse ist: wie kommen die Autoren zu ihren Stoffen? Bestimmte Stoffe werden wieder und wieder durchgekaut, andere – z.B. Schwule oder Migranten – tauchen so gut wie nie auf. Kämmerlings schreibt, derzeit dominiere die Retrospektive: einerseits historische Figuren, andererseits Familiengeschichten, am besten eine Kombination von beidem. Ausführlich nachzulesen ist das auf www.faz.net unter dem Titel „Am Tellerand gescheitert“. Da wir bekanntlich mit dem Aufruf, sich am Sammelband „Schwule Nachbarn“ zu beteiligen, einen Impuls setzen wollten, auch über den „sexuellen Tellerrand“ hinauszublicken, ist das Wasser auf unsere Mühlen. Am 7. Februar veröffentlicht Die Zeit eine Replik von Ulrich Greiner, Weiterlesen »
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