Männer und Frauen

J. Walther hat mit „Benjamins Gärten“ einen sehr stimmungsvollen und naturverbundenen Roman geschrieben, in dem der junge Ich-Erzähler sich in einen deutlich älteren Mann verliebt, der wie ein Komet ab und zu in seinem Dorf auftaucht. Das Buch ist im Gründungsprogramm des „Debut-Verlags“ erschienen, ein doppeltes Debut also. Soweit, so unspektakulär, wäre da nicht dieses „J.“, hinter dem sich eine Frau tarnt. Ich behaupte, dass „Benjamin“ sich verhält und fühlt wie eine junge Frau, und ich frage mich, warum es ein Benjamin sein muss und keine Inge. Wer sich für Genderfragen in der Literatur interessiert, sollte sich dieses preiswerte Büchlein besorgen und der behaupteten und tatsächlichen Geschlechtszugehörigkeit des Helden nachspüren. Von dieser Unstimmigkeit abgesehen ein durchaus reizvolles Buch.


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