Haarige Leiber, barocke Formen

Man macht sich gern über Jugend- und Schlankheitswahn lustig, aber wie auch bei Schwanzgrößen oder dem „Orgasmuszwang“ (einem Thema der 70er) sind sich zwar alle einig, dass man „solche Vorstellungen“ gefälligst überwinden muss, nur tut es dann keiner. Erst haben die schwulen Modezaren den Frauen das Fett madig gemacht, nun müssen auch die Männer hungern.
Im Stil von „Ganz Gallien? Nein!“ gibt es eine kleine Gemeinde, die das anders sieht. Diese Bären haben ihre eigene Monatszeitschrift, sie veranstalten Bärentreffen und haben ihre eigene Subkultur innerhalb der Subkultur.
Da es bei Schwulen immer zumindest AUCH um Sex geht, frage ich mich: Wo sind die Bären-Erotika? Im Bildbereich gibt es eine kleine DVD-Produktion, die besagte Zeitschrift („Bear“) und immerhin zwei Bildbände – oder besser gesagt: einen Bildband, denn „German Bears“ im Verlag rosa Winkel erwies sich als Mega-Flop. Aber wo sind die Dichter, die Bäuche, Titten, Schenkel und Pelz in geilen Fantasien beschreiben? Die Atemnot, zerquetscht unter 200 Kilo Lebengewicht? Die Freuden der „Bärensuppe“ und all das?
Hier gibt es eine „Marktlücke“. Als Nicht-Bär (auch wenn man unfreiwillig dem Aussehen immer näher kommt …) ist es gar nicht leicht sich vorzustellen, wie diese ein wenig in Vergessenheit geratene Erotik eigentlich „funktioniert“ – insofern würde ich mich freuen, wenn ein paar Bären und Ursuphile erzählen könnten, welche Art von Fantasie sie antörnt. Und wer sich schon einmal selbst als Autor versucht hat, ist hiermit aufgefordert, uns seine Texte zuzuschicken; vielleicht ist ja etwas Gutes dabei!


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