„Homoerotische Verwicklungen“

Lichtenberg hatte Erektionsprobleme („It knicks“); Dali hatte einen seiner Meinung nach zu kleinen Schwanz, weshalb er auf eigene sexuelle Erlebnisse verzichtete und lieber anderen zuschaute. Die Heldinnen Jane Austens witterten in sozial höherstehenden Verehrern pauschal ruchlose Verführer. Würde das irgend jemand „heterosexuelle Verwicklungen“ nennen? Klaus Mann dagegen lebte offen und extensiv seine schwule Sexualität, fand jedoch nicht so recht die große Liebe – das soll Menschen jeder sexuellen Orientierung so gegangen sein und immer noch so ergehen. Da er nun aber schwul war, ist es für den Rezensenten eines biografischen Essays („Wo freilich ich ganz daheim sein werde“ von Veit Schmidinger) ganz klar: Grund seines Unglücks sind „homoerotische Verwicklungen“. Ich kann das nicht mehr hören. Wer es hören möchte: morgen 12.30 auf NDR Kultur.


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