Schwule Bücher im Getto??

Schwule Bücher – da haben wir keine Kunden für, sagen die Buchhändlerinnen, das interessiert unsere Leser nicht, die Feuilletonredakteure. Das ist wohl nur etwas für Schwule. Aber was unterscheidet eigentlich den schwulen Blick auf diese eine Welt vom dem eines Russen? Warum ist Wladimir Kaminer mit seiner „Russendisko“ maßlos interessant – nicht nur für Russen in Berlin. Michael Sollorz Warum ist der Bestsellerverdächtig? Weil er mit fremdem Blick druch die vertraute Welt geht und so neugierig macht, Persepektiven ändert, für Überraschungen sorgt. Für alle LeserInnen. Nichts Anderes macht Michael Sollorz. Nur der landet mit seinen Büchern in der schwulen Schublade. Da haben wir keine Kunden für …

Kann mir das einer erklären?

Über Detlef Grumbach

Detlef Grumbach gehört zum Team von Männerschwarm und arbeitet obendrein als freier Kulturjournalist. Schwule Bücher machen, sie "verkaufen" und Literatur insgesamt beobachten - das soll sich hier niederschlagen.

Ein Gedanke zu „Schwule Bücher im Getto??

  1. Hallo Detlef,

    soweit ich mich erinnere wurde die „Russendisko“ doch vor allem wegen der überzeugenden „live“-Darstellung von Wladimir Kaminer zum Erfolg. Auch sein Hörbuch ist wohl überzeugender als das Buch an sich, über das sich manch einer als solches sogar enttäuschend äussert … Bei Michael Sollorz dauert es vielleicht noch ein wenig oder jeder hat bereits seine Kolumnen in der einschlägigen Presse gelesen – ins Getto wurde ich den Fall jedoch nicht gleich stecken, zumal mir da Max Goldt einfällt, kennen doch ganz viele – durchaus mit schwulem Blick.

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